vom 03.05.2015

Europa im Unterricht anders erleben

Am 30.04.2015 fand im Rahmen der Veranstaltungen zum diesjährigen Europatag ein interessanter Vortrag zum Thema Entwicklungspolitik der EU-Kommission statt.

500 Mio. Einwohner, 28 Mitgliedsstaaten, 24 Amtssprachen, 3 Arbeitssprachen. Die Europäische Kommission, der Rat der Europäischen Union, das europäische Parlament als zentrale Institutionen. Eine Auseinandersetzung mit der Europäischen Union als Thema im Unterricht scheint kompliziert.


Im Rahmen eines Europatages setzten sich deshalb die Schülerinnen und Schüler der THS exemplarisch mit verschiedenen Politikfeldern der EU auseinander. Zur Unterstützung stand ihnen als Experte Herr Thomas Feige von der EU-Kommission in Brüssel zur Seite.


Zunächst stellte er in einem Eingangsvortrag seine Arbeit im Rahmen der Entwicklungspolitik der Kommission und seine eigenen Erfahrungen im westafrikanischen Mali vor. Er zeigte auf wie die Europäische Union in einem der ärmsten Länder der Welt die Entwicklung von Gesundheit und Bildung sowie die Armutsbekämpfung unterstützt. Anhand persönlicher Fotos konnte der Vortag für die Schülerinnen und Schüler konkret erlebbar werden. Daraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, bei der deutlich wurde, wie interessant die EU für Schülerinnen und Schüler sein kann.


Im Anschluss arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Workshops zu den  Themen Agrarpolitik, Migration, Entwicklungspolitik und Erweiterung der EU am Beispiel Kosovo. Der zentrale Aufhänger der Themenwahl war das Europäische Jahr für Entwicklung 2015. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich dabei kritisch mit der gegenwärtigen internationalen Entwicklungsdiskussion  und der Position der EU auseinander. So ist vorgesehen, dass  im September 2015 auf UN-Ebene weltweite Ziele für Nachhaltige Entwicklung verabschiedet werden sollen, die die Entwicklungszusammenarbeit bis 2030 prägen werden.  Dabei wurde auch der enge Zusammenhang der vier untersuchten Politikfelder deutlich.


Das Interesse der Schülerinnen und Schüler mündete in zahlreichen Fragen an den Referenten der EU-Kommission.  „Es waren sehr viele Informationen, aber so wird Schule erlebbarer und konkreter“,  lauteten Kommentare.