Das sind wir – ein Interview mit der Schulleiterin der Theodor-Heuss-Schule

Was zeichnet die Theodor-Heuss-Schule besonders aus? Die Theodor-Heuss-Schule ist eine kaufmännische berufliche Schule des Lahn-Dill-Kreises. Sie ist zuständig für die berufliche Grund-, Erst- und Weiterbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung. Das Einzugsgebiet unserer Schule ist hauptsächlich der südliche Teil des Lahn-Dill-Kreises. Für die Fachoberschule und die Ausbildungsberufe Steuerfachangestellte, Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte sowie die Verwaltungsberufe sind wir für den gesamten Lahn-Dill-Kreis zuständig. Wir bieten auf dem Gebiet Wirtschaft und Verwaltung ein breites Spektrum aus 7 verschiedenen Schulformen und 10 verschiedenen Ausbildungsberufen an. Darüber hinaus bieten wir seit dem Schuljahr 2013/2014 im Beruflichen Gymnasium in Kooperation mit der Käthe-Kollwitz-Schule die Fachrichtung Gesundheit an.
   
Wann sehen Sie die Arbeit an der Theodor-Heuss-Schule als erfolgreich an? Wir sind dann erfolgreich, wenn alle unsere Schülerinnen und Schüler eine bestmögliche Förderung erhalten, um den jeweils angestrebten Abschluss sicher zu erreichen.
   
Und wie gelingt das? Vor allem dank unserer engagierten und gut ausgebildeten Lehrkräfte, die durch den Einsatz zeitgemäßer, praxisorientierter Unterrichtsmethoden dafür Sorge tragen, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, selbstständig zu arbeiten und sie bei Problemen unterstützen. Wir erhalten immer wieder die einhellige Rückmeldung, dass gerade bei uns an der Theodor-Heuss-Schule ein besonders gutes Verhältnis zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften besteht.
   
Welchen Beitrag leistet die Theodor-Heuss-Schule zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Region? Als schulischer Partner im dualen Ausbildungssystem arbeiten wir eng mit den Ausbildungsbetrieben aber auch Bildungsträgern zusammen. Durch unser inzwischen stark ausgebautes Beratungsangebot sorgen wir u. a. dafür, die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu verringern. Durch kleine Klassengrößen ist eine individuellere Betreuung auch von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten möglich. Für Auszubildende, die aufgrund von Anrechnungen ihre Ausbildungszeit verkürzen, bieten wir spezielle Klassenverbände und/oder Kompensationsunterricht an. So versuchen wir, ein möglichst passgenaues Bildungsangebot in der Berufsschule zu gewährleisten. Die Absolventinnen und Absolventen unserer studienqualifizierender Schulformen erwerben bei uns die Voraussetzungen für die erfolgreiche Bewältigung eines Studiums – nicht nur, aber auch an den heimischen Universitäten und Hochschulen.
   
Die Schule bietet verschiedene Wege der beruflichen Ausbildung und vollschulischen Qualifizierung an. Hierbei spielt Durchlässigkeit eine große Rolle. Was bedeutet das? Lassen Sie mich dies am besten anhand eines Beispiels erklären. In der zweijährigen Berufsfachschule haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit nachträglich einen, dem mittleren Abschluss gleichgestellten Schulabschluss zu erwerben. Damit eröffnet sich diesen Schülerinnen und Schülern z. B. die Möglichkeit, sich erfolgreicher um Ausbildungsstellen zu bewerben oder mit entsprechenden Noten anschließend die Fachhochschulreife oder sogar das Abitur zu erwerben. Auch der Besuch unserer Fachoberschule bietet Jugendlichen, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben die Möglichkeit, in kurzer Zeit doch noch die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium an einer Fachhochschule zu erfüllen. Angesichts ständig wachsender beruflicher Anforderungen ist gerade diese Durchlässigkeit für viele junge Menschen eine „zweite Chance“, um sich entsprechend höher zu qualifizieren und den Anforderungen der Unternehmen gerecht zu werden.
   
Welche Erwartungen haben Sie an Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler, Eltern und Ausbildungsbetriebe? Kurz gefasst, dass alle ihr Bestes geben und vertrauensvoll zusammenarbeiten um den jeweiligen Abschluss zu erreichen.
 

 

 Evelyn Benner, Schulleiterin